Ferrari P80/C: One-Off im Dino-Style und V8-Power

Ferrari haut mal wieder einen raus und zwar einen One-Off, also ein absolutes Unikat. Das neue Einzelstück aus dem Ferrari Styling Centre heißt Ferrari P80/C und erinnert an radikale Boliden wie den Dino 206 S.

Ferrari P80/C 2019

Ferrari rollt mal wieder einen One-Off aus seinen heiligen Hallen: den Ferrari P80/C. Dessen Design ist nicht umsonst an einige der radikalsten Renner aus Maranello angelehnt. Zum Beispiel an den Ferrari 330 P3 / P4 oder den Ferrari Dino 206 S aus den 1960ern. Der Haken ist allerdings weniger das Prädikat Einzelstück, sondern schlicht der Punkt, dass die Flunder nicht für die Straße zugelassen ist.

Ferrari P80/C: keine Straßenzulassung

Den (sicher gut betuchten) Kunden dürfte das aber kaum stören. Schließlich erhält dieser mit dem P80/C ein absolutes Unikat, das sonst kein anderer besitzt - und fährt. Davon ab begann die Arbeit am P80/C bereits 2015. So lange hat das Team um Flavio Manzoni noch nie an einem Renner feilen dürfen. Oder eher müssen. Denn die lange Entwicklungszeit ist vor allem der aufwändigen Aerodynamik und dem Antrieb geschuldet.

Die Basis des Ferrari P80/C stellt übrigens der 488 GT3. Bekanntlich die Rennversion des 488, den gerade der neue F8 Tributo beerbt. Für den P80/C streckte Ferrari jedenfalls den Radstand um 50 mm. So konnten die Designer die Fahrgastzelle mehr hervorheben. Apropos: Das Cockpit ist deutlich auf den Fahrer orientiert sowie auf das Wesentliche reduziert. Dazu spendiert Ferrari Schalensitze, die mit blauem Alcantara bezogen sind. Außerdem eine Art Steuerhorn - das Wort Lenkrad wäre zu viel der Ehre - und einen Überrollkäfig.

Der P80/C ist für die Rennstrecke gedacht

Letzterer ist kein Wunder, ist der Ferrari P80/C doch als Tracktool und damit allein für den Rundkurs gedacht. Das zeigt sich auch an der Karosserie, die wenig überraschend aus Karbon gebacken ist. Die Front dominiert ein riesiger Frontsplitter. Der komplette vordere Bereich entpuppt sich bei der Draufsicht als ein einziger Frontflügel samt einer mittigen Strebe - wie in der Formel 1.

Ferrari P80/C 2019

Das Heck besteht im Grunde nur aus Diffusor und Endrohren, womit quasi das komplette Fahrwerk offen liegt. Die (extrem flachen) Rücklichter sitzen unter den Streben des wuchtigen Heckflügels und sind ebenfalls mit einer Luftstrebe verbunden. Ein weiterer kleiner Spoiler sitzt auf dem Dach, damit der Heckflügel besser angeströmt wird. Die Lamellen aus Alu über der Motorraumabdeckung sind wieder eine Hommage an den 330 P3 / P4. Der Motor zieht seine Frischluft schließlich über riesige Einlässe, die gleich hinter den Türen liegen.

Ferrari P80/C: V8-Biturbo sorgt für Feuer

Der Motor ist ein gutes Stichwort, weil Ferrari zu diesem nicht allzu viel verrät. Offiziell ist lediglich der bekannte V8 mit Biturbo und 3,9 Litern Hub. Außerdem ein sequentielles Getriebe mit sechs Gängen. Leistung: 550 Pferde - mindestens.

Einen Preis verrät Ferrari traditionell zu einem One-Off nicht. Allerdings kostet schon der 488 GT3 um die 600.000 Euro. Der P80/C dürfte noch mal deutlich teurer sein...

Bild & Video: Ferrari